Nazipartei darf weitermachen

Bundesverfassungsgericht entscheidet über Verbotsantrag

17. Januar 2017. Zum einen finde ich es natürlich ganz wunderschön, dass Karlsruhe den Kackvögeln von der NPD deswegen nicht ihre Parteiarbeit verbietet, weil sie mit ihren bundesweit knapp 6000 Mitgliedern gesellschaftlich gesehen einfach zu unbedeutende kleine Scheißerchen sind. Und ihre demokratisch gewählte Legitimation sich kaum messbar im Promillebereich (sic!) bewege.

Schon witzig.

Das muss schmerzen, wo sie sich doch immer so laut und wichtig aufblasen, die Herren kackebraunen Nazihosen.

Zum anderen haben die bekanntlich zu nationalfeuchtem Einnässen Neigenden aber leider punktuell sogar sehr großen Einfluss. Immerhin zündeln sie in vielen ländlichen und östlichen Gegenden fröhlich und ungestört vor sich hin.

Und was ist, wenn sie nächstes Jahr mit der Schwesterpartei A(dol)fD koalieren und in den Bundestag einziehen dürfen?

Ich hätte es tatsächlich lieber gesehen, wenn man diesen bösartigen Verein der Unbelehrbaren endgültig dicht gemacht hätte. Dann könnten sie noch eine Weile herumgreinen und sich als „Märtyrer“ gerieren. Bei Bier und Schnaps im Dorfkrug oder in der schäbigen Gardinenkneipe an der Ecke drollige Verschwörungstheorien ausbrüten und sich gegenseitig von vergangenen großdeutschen Verbrechertagen vorschwärmen.

Autor: Viktor Hacker

Sprecher, Autor, Humorist. Türsteher. Ehemaliger Soldat. PR-Redakteur. Hörzu-Filmredakteur. Auto Bild-Bewegtbild- und Reportagen-Sprecher. Off-Stimme für Imagefilme. Synchronsprecher. Hamburger Abendblatt-Kolumnist. Bühnenkünstler. Spoken Word-Performances. Kabarett. Lesungen.

Ein Gedanke zu „Nazipartei darf weitermachen“

  1. Ich meine ein verschmitztes Grinsen bei der Urteilsverkündung von Andreas Voßkuhle vernommen zu haben.

    Naja, bei einem Verbot hätten Schicklgrubers Erben ersatzweise immer noch die ein oder andere KKK Ortsgruppe gründen können. Muß ja nicht immer gleich `ne Partei sein um das Gedankengut des österreichischen Postkartenmalers weiter in die Welt raus zu bölken. Nur das man als Partei halt ganz offiziell seine dumme Hackfresse in die Kamera halten darf.

    Ich bestelle mir jetzt was zu essen. Hab hunger.

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