DHL – Der Kampf geht weiter

Nun … es ist ja auch verständlich – seitdem aus Budgetgründen sämtlichen DHL-Boten die assistierende Begleitung durch hieroglyphenerfahrene Alt-Ägyptologen gestrichen wurde, wird die Entzifferung vor allem solch kryptischer Adressbeschriftungen zunehmend unmöglicher. Da kann man nach längerer Namenssuche mit anstrengendem Lesekampf schon einmal entnervt aufgeben. Kein Ding. Vollstes Verständnis. 😅

DHL – Der Kampf geht weiter

Kurzprotokoll des Übergangs

Schöner Türstehen auf dem Hamburger Berg. Resümee der Silvesternacht. Ob beim Eindämmen trunkener Hausfassadenzielübungen verantwortungsunscharfer Raketen-aus-der-Hand-Starter, dem Auflösen ebenso vielköpfiger wie spaßunterbindend finsterer Männergruppenklumpen vor dem Clubeingang, dem sorgsamen Verarzten fröhlicher Barfußtänzer nach der Glasscherbenpolka auf dem Dancefloor oder dem zügig hinausbegleitenden Türservice für entschlossene Kontaktsucher mit „Nein“-Schwäche – der Türmann bewegt sich stets in einer räumlich fließenden Poetik des Tuns.
Vor allem in der Zeit des Jahreswechsels, wenn manches Gästegehirn noch 2017, der Körper aber bereits 2018 ist.
Dennoch: Frohes neues Jahr – denn alles wird gut!

Nachtrag. Merke: Die mittlere türsteherseitige Backpfeife an wiederholt streitsuchenden Nichtgästen klingt so ähnlich wie ein legaler Knallkörper. Ist aber nachhaltiger und verursacht viel weniger Feinstaub.

Weihnachtszeit – IT-Problemzeit

Repairing home for Christmas

Schon klar, es liegt in der Natur der Sache, dass Eltern für gewöhnlich ältere Leute sind. Und alte Menschen erweisen sich zumeist als technikfeindlich oder aber unerwartet originell beim Finden von Fehlbedienungsmöglichkeiten. Es ist also viel Wahres daran, dass die Weihnachtszeit vor allem auch eine Zeit der IT-Reparaturen im Elternhause ist. Bedenkt bei aller berechtigten Spöttelei aber stets, dass diese Leute euch die ersten zehn Jahre eures Lebens die Windeln wechseln mussten – und jetzt ratet doch mal, wer mehr Kagge gebaut hat …

Hysteriker-Stoff

Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass es womöglich eine Art Grundstoff gibt, aus dem alle impulsgesteuerten, emotional instabilen Hysteriker gefertigt werden. Ob sie später links, rechts oder religiös werden, ist dann ganz dem Zufall überlassen. Etwa, wer ihnen im Sandkasten die Schaufel auf den Kopf gehauen hat oder sie im vorpubertären Alter schnöde abblitzen ließ.

Dankeschön!

Auf der Bühne. Wo ich am liebsten bin. Ein Publikum unterhalten zu dürfen, mit meinen bizarren und womöglich lustigen Geschichten. Leute zu treffen, die bereit sind, sich mein Zeug anzuhören. Von netten Menschen dabei unterstützt zu werden. Solo oder im Ensemble mit wunderbaren anderen Künstlern auftreten zu können. Ich habe ein gutes Leben. Und dafür bin ich dankbar. Eine große Verbeugung vor allen, die mir das alles wieder und wieder möglich machen! Dankeschön!

On stage. The place i like to be most. To have an audience to entertain with my bizarre and probably funny stories. To meet people who are willing to listen to my stuff. To be supported by nice persons all the time. To perform solo or in collaboration with wonderful other artists. I have a good life and i’m thankful for that. A big bow to everyone who makes that possible again and again! #getsentimental #lovemylife #voiceartist #voiceactor #onstage #comedy #spokenwordperformance #xmastime

Neulich an der Clubtür – Rauchen nur unten

Rauchen nur unten

Das schwere Leben der Macho-Mään

Wissensmehrung dank Krafttraining
 
Work out bei McFilth. Die nächste anstehende Übung ist für den Trizeps und erfordert einen Kabelzugturm. Ich schlendere zur entsprechenden Geräteansammlung. Auf den letzten Metern überholt mich eine Gestalt mit zügigem Schritt und wirft ihr Handtuch reviermarkierend über die Griffe einer der Maschinen. Ellenbogenausstelllend dreht er sich in der typischen Macho-Män-Drohhaltung mit breitbeinig einladender „Kick to the groin“-Landezone um und reklamiert das Gerät „was‘ los, Digga?“-knurrend für sich.
Freundlich lächelnd überlasse ich ihm den Zugturm und schnappe mir den nächsten in der Reihe. Es ist der einzige noch unbesetzte. Jetzt fällt auch ihm das „Defekt“-Schild an seiner frisch eroberten Maschine auf. Nun gilt es, die schwierige Aufgabe zu bewältigen, sich ohne Würdeverlust und schmerzliche Einbußen in punkto männlicher Überlegenheit zur nächsten Übung zurückzuziehen. Es ist nicht leicht, ein Macho-Män zu sein und überdies immer alles andere auch noch im Griff haben zu müssen.
Ich schaue ganz neutral und vermeide jegliche lustigmachende Haltung. Mir ist seine verkürzte Lebenserwartung als aufbauoptimierter „Bole-Bomber“ ja durchaus sehr bewusst. Ich will ihm auf keinen Fall die Lebensfreude noch weiter rauben – schließlich geht er eh schon nicht zum Lachen in den Hantel-Keller.
Stattdessen freue ich mich über meine moderaten Trainingsgewichte, und dass ich mich als Sportälterer nicht ständig halb bewundernd und halb enttäuscht im Spiegel kontrollieren muss.

Heldenhafte Nachbarn

Heute: Der Parkplatzkenner

„Dieser Parkplatz ist vollkommen legal!“, Schowanni Eigenlob, junger Familienvater und Nachbar aus Leidenschaft, verstand die erneute Aufregung über den Stammabstellplatz seines Kfz einfach nicht. Wie üblich kühlte sein ganzer Stolz, der playmobil-blaue Kombi bayerischer Fertigung, direkt vor dem Metallgatter des Gebäudetunnels ab.

In lang vergangenen Tagen stellte dieser den Zugang für die Zuliefererkarren in die Innenhof-Werkstätten des typischen Hamburger Miethaus-Quarrees dar. Die Handwerksbetriebe waren schon vor langer Zeit verschwunden und der Innenhof barg jetzt eine kleine Parkanlage mit Spielplatz, mehreren Fahrradstellplätzen sowie die Mülltonnen der Wohnanlage. Selbige müssen einmal pro Woche zur Entleerung seitens der Stadtreinigung vom Hausverwalter durch den Durchgang auf die Straße geschoben werden.

„Es ist nicht verboten, vor dem Durchgang zu parken! Ich sehe nirgendwo ein Schild, dass das Halten oder Parken an dieser Stelle untersagt!“, Schowanni schwoll schon wieder der Kamm.

Nun, tatsächlich hatte die Hamburger Behörde für Verkehr, Wirtschaft und Innovation hier bisher noch keinerlei Gebots- oder Verbotsschilder installiert. Das war auch nicht nötig – sämtliche übrigen Mieter der vier Wohnhäuser in der kleinen Straße wussten um die Wichtigkeit des freien Weges zwecks Müllentfernung und hielten den Platz vor dem Durchgang penibel frei.

„Tja, was ich kann ich dafür, wenn die anderen alle so doof sind? Guck, die Stelle ist ja noch nicht einmal als Feuerwehrzufahrt ausgewiesen. Es ist erlaubt, dort zu parken! Das wollen wir doch ein für alle Mal festhalten!“

Bereits zwei Mal war es zu einem Weiterfahren der Mitarbeiter der Stadtreinigung ohne Müllabholung gekommen, da es aufgrund des davorstehenden bajuwarischen Playmobils nicht möglich war, die Container durch den Tunnel auf die Straße zu schieben.

„Dann müssen die Container eben anders auf die Straße geschafft werden! Und komm‘ mir jetzt nicht wieder mit „einziger Ausgang vom Innenhof“ – das kann’s ja wohl nicht sein, wir leben schließlich im Jahr 2017. Und das ist vor allem auch überhaupt nicht mein Problem – ich habe nichts Ungesetzliches gemacht!“

Derzeit genießt Schowanni Eigenlob mit Familie einen zweiwöchigen Urlaub auf Teneriffa. Sein BMW steht sicher in der kleinen Straße. Wie gewohnt vor der Innenhof-Zufahrt. In der sich etliche, mittlerweile anrüchig überlaufende Mülltonnen zusammendrängen. Eine allerdings fällt durch erstaunliche Leere auf. Ihr Inhalt findet sich großzügig verteilt auf Dach und Motorhaube des spielzeugblauen Autos wieder.

Scheinbar ist dem Hausverwalter oder einem der anderen Mieter zwischenzeitlich der Kragen geplatzt. Mit möglicherweise ungesetzlichen, aber zumindest gefühlsmäßig befreienden und auch irgendwie lustigen Folgen …

Reich beschenkt

DHL – Der Kampf geht weiter

*ding-dong*
„Ja?“
„Guten Morgen, hier habe ich ein Paket für Sie.“
„Ah, danke.“
„Wenn Sie hier unterschreiben …“
„Moment! Das habe ich gestern verschickt!“
„Ja, und heute ist es schon da. Nicht schlecht, oder?“
„Nein, da stimmt was nicht – dieses Paket habe ich verschickt!“
„Und – zack – ist es angekommen!“
„Ja … nein … äh, das ist ein Missverständnis … ich bin der Versender! Hier, guck, hier steht’s: „Absender: R. Viktor Hacker“ – „Empfänger: „Bla-di-da XY“.“
„Meine Fresse, immer dieses nörgelige Herumgebohre in Kleinigkeiten!“
„Aber, ich bin der Versender!“
„Nun, das ist jetzt wirklich nicht mein Problem. Da habe ich ganz andere. Tschüss.“
„Äh, oha, ja, da haben Sie wohl recht …“

DHL – Der Kampf geht weiter

Kommunizieren lernen mit o2

Wenn man o2 als Provider an der Backe hat, klingt das Telefonieren in der Regel ja so, als spräche der Anrufteilnehmer einen seltenen Hindi-Dialekt. Durch eine Röhre. Unter der Dusche. Und wendete zwischendurch immer wieder sein Gesicht vom Telefon weg.
Das hat mehrere Vorteile: Zum einen trainiert es sowohl Gehör als auch Auffassungsgabe. Zum anderen zwingt es einen, Telefonate kurz zu halten. Sehr kurz. Und die anderen noch mehr als bisher darauf zu drängen, sich in der schönen Kunst des e-mail-Schreibens zu üben.

#o2 #o2online #sprachqualität