Barmbek ist pfiffig

DHL – Der Kampf geht weiter

Schön: Wenn dein Nachbar das an dich gerichtete Paket annimmt.
Pfiffig: Wenn er dann direkt im Anschluss, noch am selben Tag, für drei Wochen in den Urlaub fährt*.
🤔🙄😅

(*Eine Nachbarin klärte mich nach dem dritten Klingelversuch über den Abwesenheitssachverhalt auf.)

DHL – Der Kampf geht weiter

Privatspähre gewahrt

*klingelingeling*

Lieber Anrufer mit der unterdrückten Nummer, der du mich seit zwei Tagen mit perfektem Timing immer dann zu erreichen versuchst, während ich gerade vor einem Mikrofon im Tonstudio stehe: selbst einem technikbegeisterten Menschen wir mir ist der Rückruf bei „Privater Nummer“ nahezu unmöglich.

Sollte es also deine Motivation sein, ungestört zu bleiben, so hast du dein Ziel gänzlich erreicht. Vielleicht mal eine Postkarte ohne Absender ausprobieren oder eine e-mail mit kryptischem Buchstabendreher zur Abwechslung? Du könntest dich natürlich auch irgendwo in Australien ins Outback stellen und dezent „Hallo? Hallo? Hallohoo?“ sagen.

Oder wie wäre es mit einem Versuch intensiver Gedankenübertragung? Telepathie soll ja nicht völlig utopisch sein, wenn man nur nahe genug beieinander steht. Zumindest im Vergleich zum Anruf mit geheimer Verbindungsnummer.

Vielleicht habe ich ja auch irgendwo noch einen verstaubten Palantir im Keller herumliegen. Einfach mal hineinstarren und auf Verbindung hoffen …

Vom zivilisierten Umgang mit Freiberuflern und Selbstständigen

Heute: Sonntags-Kommähdie

Der aufmerksame Unternehmer sucht stets am Sonntag den Kontakt zu seinen Dienstleistern, denn an diesem Punkt der Woche ist der Servicebeauftragte am wenigsten durch andere Jobs abgelenkt und kann sich konzentriert den besonderen Erfordernissen und Wünschen des Auftraggebers widmen.

„Wie Sie am zur Verfügung gestellten Sprecherskript für den Imagefilm sicher schon bemerkt haben, neigt unsere Marketingabteilung zum ausgiebigen Gebrauch von Anglizismen. Ich möchte Sie indes bitten, diese englischen Formulierungen deutsch auszusprechen. Und zwar spürbar.“
„?“
„Ja, ich bin kein Freund dieser fremdländischen Konstrukte. Das passt auch überhaupt nicht zu unserem Kundenstamm.“
„?“
„Sehen Sie, wir sind ein Traditionsunternehmen und beliefern in erster Linie familiär geführte Handwerksbetriebe. Die können mit diesem ganzen neumodischen englischen Kram nicht um.“
„??“
„Die neue Marketingabteilung stellt einen nicht unerheblichen Kostenfaktor dar, sollen die ruhig ihre Arbeit machen. Wissen Sie, am Ende muss ich aber an unsere Kunden denken, das ist schließlich meine ureigene Verantwortung als Firmenchef. Also, sprechen Sie bitte einfach alle fremdsprachlichen Begriffe trocken urdeutsch aus, dann haben wir doch einen gangbaren Kompromiss für alle Seiten, wie ich finde. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und einen schönen Sonntag. Sie können mir die Tonspur dann bis 21 Uhr schicken. Bittedanke.“

Jo. Fietbäck, Ettferteising, Kommpleiänz, Kontännt, Pablick Rehläischän, Kommörschäll, Tecknollodschieh …

Traumberufe der Zukunft – heute: Abmahnanwalt/Abmahnanwältin

https://www.heise.de/tp/features/Das-DSGVO-Chaos-ist-angerichtet-4037911.html

In einer Zeit fortschreitender Digitalisierung der Arbeitswelt und der damit einhergehenden Kündigungsflut in den unterschiedlichsten Berufszweigen wird händeringend nach neuen Jobmöglichkeiten gesucht.

Hier erweist sich nun die Passivität unserer Bundesregierung bei manchen EU-Vorgängen als weise Voraussicht.

Dank der neuen EU-Verordnung in punkto Datenschutz stellt ab dem 25. Mai 2018 jedes Knipsen eines digitalen Fotos einen strafrechtlich relevanten Tatbestand dar – sofern der Fotografierende seine Handlung nicht als Staatsorgan (Polizist mit Demonstrationsteilnehmerdokumentationsbedarf) oder Journalist mit direktem Reportagebezug (noch) legitimieren kann. Da eine Digitalkamera neben dem Bild auch Zeit, Ort und GPS-Daten festhält, wird nach neuem Recht schon beim Speichern der Aufnahme das personenbezogene Datenschutzrecht verletzt.

Eine große Chance für den Arbeitsmarkt!

Der Bedarf an Abmahnanwälten und Abmahnanwältinnen wird in den kommenden Monaten drastisch steigen und es nicht klar, ob die vorhandene Anzahl diesbezüglich spezialisierter Kanzleien in der Lage sein wird, die gewaltige Aufgabe mit der bisherigen Personaldecke zu bewältigen. Es gilt, unzählige Schulfotografen, Konzertteilnehmer („Handy in die Höhe“-Halter), Hochzeitsfotografen, Hobbybildner, Sportveranstaltungsablichter, Selfieanfertiger mit Menschen im Hintergrund und viele weitere Straffällige zahlungskräftig zur Kasse zu bitten.

In den Jobcentern hat man bereits damit begonnen, Personal für entsprechende Umschulungsmaßnahmen abzuziehen. Und die rechtswissenschaftlichen Fakultäten der deutschen Universitäten bereiten sich auf eine wahre Bewerbungsflut vor.

Dies könnte die einmalige Chance sein, die Arbeitslosenquote in Deutschland auf ein historisches Minimum herunterzufahren. Vom neu entstehenden Wirtschaftskreislauf eines starken, dynamischen Abmahnmarktes ganz zu schweigen.
Es geht voran in diesem Land!

Voice Over für Hamburg Energie

Derzeit läuft ein Imagefilm des Energieanbieters Hamburg Energie in den Kinos. Ich durfte hierbei den Part der Erzählerstimme übernehmen.

Vom zivilisierten Umgang mit Freiberuflern und Selbstständigen

Heute: Würdevoll selbstloser Beispielgeber

Es ist ja ganz normal, immer wieder von Agenturen aufgefordert zu werden, Angebote für Sprecheraufträge abzugeben, auf die dann keinerlei Antwort oder Reaktion erfolgt. Schließlich hat man sich nassforsch an den gängigen Sprecherpreislisten orientiert und den Kunden in spe auf diese Weise unhöflichst brüskiert.

Wenn man aber zufällig mitbekommt, dass die mitgelieferten, extra hierfür aufgenommenen Audiodemos anschließend anderen, weit und zügig entgegenkommend preisgünstigeren Konkurrenten als „Beispiel, wie das klingen soll“ vorgelegt werden, kann man immerhin würdevoll erhobenen Hauptes in den freiberuflichen Hungertod schreiten.

Dankeschön!

Auf der Bühne. Wo ich am liebsten bin. Ein Publikum unterhalten zu dürfen, mit meinen bizarren und womöglich lustigen Geschichten. Leute zu treffen, die bereit sind, sich mein Zeug anzuhören. Von netten Menschen dabei unterstützt zu werden. Solo oder im Ensemble mit wunderbaren anderen Künstlern auftreten zu können. Ich habe ein gutes Leben. Und dafür bin ich dankbar. Eine große Verbeugung vor allen, die mir das alles wieder und wieder möglich machen! Dankeschön!

On stage. The place i like to be most. To have an audience to entertain with my bizarre and probably funny stories. To meet people who are willing to listen to my stuff. To be supported by nice persons all the time. To perform solo or in collaboration with wonderful other artists. I have a good life and i’m thankful for that. A big bow to everyone who makes that possible again and again! #getsentimental #lovemylife #voiceartist #voiceactor #onstage #comedy #spokenwordperformance #xmastime

„America first – but St. Pauli last …“

Sogar das Abendblatt berichtet über unseren lütten Videostreich … 🙂

Hier geht’s zum Artikel im Hamburger Abendblatt

Auf der Reise von Uelzen nach Hamburg

​Schöner Sprechen im Regional-Express 

Wo Leute über andere verfügen und diese angemessen in der dritten Person antworten: „Guck mal, wenn er sich woanders hinsetzt – da hinten zum Beispiel, auf den zugigen Einzelplatz in der letzten Ecke -, dann können wir hier zu viert zusammensitzen“, die fluffig mit wallendem Medusenhaar und Schal-Gebirge ausgestattete Frau wedelt unbestimmt mit der Hand in meine Richtung.

Ich versuche es mit Höflichkeit: „Tut mir Leid, „er“ wird sich keinesfalls woanders hinsetzen. Aber „sie“ und „ihr“ Gefolge mögen sich doch just einen Wagen weiter nach vorn verfügen. Dort harret eine gröhlende, armeschwenkende und biertrinkende Fußball-Fanschar sehnsüchtig „ihrer“ Gesellschaft. Gehabet „euch“ wohl, illustres Volk.“

Vom zivilisierten Umgang mit Freiberuflern und Selbstständigen

 
Heute: Kunstwerk Freiberuflerrechnung
 
Die unbeglichenen Rechnungen von Freiberuflern sind seit jeher aus dem Alltag moderner Unternehmen und großer Agenturen nicht wegzudenken.
Dienten sie früher jedoch dank vielfacher Faltbarkeit vor allem der Stabilisierung von Regalen, Frühstückstischen und Fußmatten, finden sie heute vermehrt ganz neue Verwendungen in der künstlerischen Dekoration.
In hochwertigen Rahmen an den Wänden ebenso sündhaft teuer wie gediegen elegant eingerichteter Konferenzräume als moderne Kunst in Szene gesetzt, dokumentieren sie in ihrer stoischen Unbezahltheit die Vergeblichkeit der Dinge.
Als Zeugen langer Zeiträume des Verweilens erheben sie mahnend den Zeigefinger der Äonen und sagen dem Menschen: Du und dein Streben, ihr seid nichts im Vergleich zur erhabenen Drift der Kontinente.
Und doch sind sie auch Dokumente einer konstanten Haltung des Schweigens, der Kultur der verlässlichen Ignoranz, die sich auch durch den sich erhebenden Bocksgesang der Nachfragen, Erinnerungen und Mahnungen nicht zu unziemlicher Hast oder gar Bezahlung der geleisteten Arbeit verleiten lässt.
Die Präsenz der als Kunstwerk verstandenen und nicht dem schnöden Mammon verhafteten Freiberufler-Rechnung wird in ihrer Unerlösung überdauern – auch wenn der erschaffende Künstler, der Freiberufler, lang verhungert, verwelkt, verweht und vergessen ist.
Nicht alles Menschenwerk ist schnell und vergänglich.