Von Äxten und Einbrechern

Und dann sitzt da der Herr Kommissar von der Polizei in deiner Küche und beäugt misstrauisch die riesige, rote New Yorker Feuerwehrmannsaxt, die neben ihm an der Wand lehnt, während er sich Notizen wegen des Einbruchs in deinen Keller macht … „Ich sehe, Sie sind Sammler.“
„Ja, allerdings mehr auf dem Gebiet „Machete“. Äxte besitze ich nur wenige.“
„Nun, besser ist das. Man könnte ja unvermittelt in ein Dschungeldickicht geraten, nicht wahr.“
Humor hat er, wie ich zugeben muss. Dann überreicht er mir mein Aktenzeichen für die Versicherung. „Und Bogenschütze sind Sie auch?“
„Jup. Wegen der eventuellen bösen Viecher im Dickicht mit langen Fängen und Krallen.“
„Besser ist das. Was machen Sie eigentlich beruflich, wenn ich das fragen darf?“
„Ich bin Sprecher.“
„Und was sprechen Sie so?“
„Bevor Sie klingelten war ich mit Telefonansagen für die Verkehrsflächenreinigung Nordbayern beschäftigt.“
„Ach guck, jetzt verstehe ich das mit dieser Axt hier.“
„So ist das.“

KOLARI: „Mainline Your Job“

Neulich hatte ich das größtmögliche Vergnügen, in einem Video einer von mir hochgeschätzten Band mitwirken zu dürfen: KOLARI. Heute war der Releasetermin! Ich empfehle dringend einen Besuch des bandeigenen YouTube-Kanals, eines Auftritts der Jungs und vor allem auch den Erwerb des neuen Albums „Fear/Focus“ – es lohnt sich, denn die Jungs sind sehr gut! 😀

Charity-Mix-Show auf dem Hamburger Kiez zugunsten Obdachloser

Bei „Comedy for the streets“ lacht das Publikum für andere

Hamburg, September 2016. „Für andere lachen“ lautet das Motto von „Comedy for the streets“. Bei der Premiere der Charity-Show am 16. November auf dem Kiez kitzeln fünf Hamburger Comedians und Kabarettisten die Lachmuskeln ihres Publikums. Ziel der Künstler ist es, den Nochtspeicher zum Kochen zu bringen. Hamburgs sozialer Hafen, das „CaFée mit Herz“, das arme, arbeits- und obdachlose Menschen auf St. Pauli kostenlos mit Lebensmitteln und Kleidung versorgt, erhält den Reinerlös der Mix-Show. Showbeginn ist um 19:30 Uhr, Einlass eine Stunde vorher.

Viktor Hacker, bekannt als Kolumnist des Kiezblogs „St. Pauli-News“ und aus „Zeit für Zorn? – Die Türsteherlesung“, führt als Moderator durch den Abend und setzt den Rahmen für: Kabarettist, Redner und Spiegel-Bestsellerautor Sebastian Schnoy, Party-Comedian Thorsten Bär, Comedy-Sternchen Alicia Heldt und Newcomer Marvin Spencer. Alle Künstler spielen ein Best-of ihrer Programme und verzichten auf ihre Gage. Denn es geht ihnen um die gute Sache.

Organisator der Show ist Event-Veranstalter Thorben Reinhard von der Agentur International Experience Promotion: „Die Idee, etwas für Obdachlose zu tun, schlummerte schon lange in mir. Als mir dann der Titel ‚Comedy for the streets einfiel’, war das Event-Konzept im Prinzip direkt klar. Alle Künstler haben spontan zugesagt. Jetzt hoffe ich nur noch auf ein ausverkauftes Haus und damit verbunden auf eine große Spendensumme für das ‚CaFée mit Herz’. Es ist so einfach, Gutes zu tun. Und es macht Spaß. Denn unser Abend wird garantiert lustig“, verspricht Thorben Reinhard.

Auf einen Blick: Charity-Mix-Show „Comedy for the streets“ am Mittwoch, 16. November 2016, um 19:30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr), im Nochtspreicher (Bernhard-Nocht-Straße 69a, 20359 Hamburg). Tickets gibt es im Vorverkauf über Ticketmaster (15 Euro zzgl. Vvk-Gebühr) und an der Abendkasse (17,50 Euro). Den Reinerlös erhält das „CaFée mit Herz“.

Vorbildlicher „Bringservice“

tuerservice-september-2016-headcrash-hamburgEine der Kernkompetenz-Aufgaben des Türmannes ist der sogenannte „Clubtür-Bringservice“.

Sollte ein Gast nicht in der Lage oder Willens sein, den Ausgang der Lokalität aus eigenen Mitteln sowohl zu finden, als auch zu durchschreiten, greift der freundliche Türmann des Vertrauens – hier der Kollege Viktor – sogleich flankierend und hilfreich unter die Arme.

Sanft im Ton aber entschieden bewegungsmotivierend in der Sache wird so die Situation zu aller Zufriedenheit deeskaliert und bereinigt.

Eher hinein als hinaus geht es am 02. November in den Nochtspeicher, wenn es wieder heißt: „Zeit für Zorn? – Die Türsteherlesung“. Selbstverständlich nicht ernst gemeint: das Motto – „Backenfutterparty!“. Denn wir lehnen Brutalität natürlich entschieden ab und sagen stets: K(l)eine Gewalt!

Volle Fahrt bei Vollmond

Schöner Türstehen auf dem Hamburger Berg. Ich empfand es als feinen Zug vom Rettungswagen-Team, den nun langsam seitlich wieder vom stehenden Fahrzeug abtropfenden Schnellläufer gleich mitzuverarzten, wo sie doch eh schonmal vor Ort waren. Als sie nach vollendetem Werk losfuhren, fragte ich mich von meiner Tür aus, wie lange sich die beiden anderen Jungs wohl an ihrem Platz an den Hecktüren werden halten können. Feixend standen sie auf der hinteren Stoßstange und krallten sich an Türgriffen und Dachreling fest. Der RTW bog in die Simon-von-Utrecht-Straße und beschleunigte im Licht des vollen Mondes …

„Backenfutterparty“ im Nochtspeicher

„Zeit für Zorn? – Die Türsteherlesung: Backenfutterparty“
Mittwoch, 02.11.2016, 19 Uhr (Einlass). Im Nochtspeicher, Bernhard-Nocht-Straße 68a, Hamburg-St. Pauli
Tickets: St. Pauli Tourist Office (Wohlwillstraße 1, Hamburg-St. Pauli) und im Gun Club (Hopfenstraße 32, Hamburg-St. Pauli)

Wenn SF wahr wird

Als Teenie war ich voll der Hoffnung, dass zu meinen Lebzeiten ein paar der gesellschaftlichen und technischen Fortschritte meines geliebten Science Fiction-Genres Wirklichkeit werden. Und heute stehe ich am Fenster und lächle, denn den Regen, den Dauerregen aus „Blade Runner“ den haben wir jetzt tatsächlich und dürfen ihn täglich in der Realität erleben. Das ist schon ein bisschen cool, muss ich sagen …

Stau schau wem …

Unterwegs im ÖPNV. Auf dem Weg zur Bühne. Aufbruch in Barmbek mit dem Ziel: Kiez. Schienenersatzverkehr in goddamn‘ Hasselbrook. Ausweichen auf DriveNow. Stau 1. Umdrehen, alternative Strecke. Stau 2. Keine Möglichkeit des Richtungswechsels. Eine halbe Stunde lang beim Stop-and-go-Game mitspielen. Dann endlich: Wendemöglichkeit. Stau 3 und kurz darauf Stau 4 ausgewichen. Keine Chance sichtbar, auch nur einen Millimeter Boden in Richtung Kiez gutzumachen. Resignierter Beschluss: Zurück in den ÖPNV. Hilft ja nix. Leider auch keine Chance, das gemietete Auto wieder loszuwerden: Kilometerweit im Umkreis kein Parkpkatz in Sicht. Rückkehr nach Barmbek. Abstellplatz nach geraumer Zeit gefunden; etwas weiter weg als das eigene Zuhause. Wieder in der Bahn. Weträumig andere Linie mit mehrmaligem Umsteigen. Besser is. Schienenersatzverkehr-Bus würde in Stau 2 klebenbleiben. Resumee: Es ist dieser unbedingte Zwang zur Mobilität mit gleichzeitiger Unerfüllung, der das Leben in der Großstadt so abschnürend atemberaubend macht …