Rhythmisches Teppichklopfen

Wissensmehrung dank Krafttraining

Ein neuer Fitnesstrend hat jetzt auch das McFit Steilshoop erreicht: Das sogenannte „Rhythmische Teppichklopfen“. Hierzu stellt sich der Gym-Patient breitbeinig mit durchgedrückten Knien vor einen oder auch zwei schwere Box-Sandsäcke. Nun wird ansatzlos abwechselnd oder auch alternativ gleichzeitig mit flacher Hand an ausgestrecktem Arm seitlich auf den Sandsack geschlagen. Dabei muss es ordentlich klatschen. Zudem ist es angezeigt, jeden Hieb mit spitzem Schrei oder wahlweise vernehmlichem Knurren zu unterstreichen. Die übrigen Trainierenden nähern sich dem Ausübenden meist recht zügig in großer Neugier und ausgeprägtem Redebedarf …

Stau schau wem …

Unterwegs im ÖPNV. Auf dem Weg zur Bühne. Aufbruch in Barmbek mit dem Ziel: Kiez. Schienenersatzverkehr in goddamn‘ Hasselbrook. Ausweichen auf DriveNow. Stau 1. Umdrehen, alternative Strecke. Stau 2. Keine Möglichkeit des Richtungswechsels. Eine halbe Stunde lang beim Stop-and-go-Game mitspielen. Dann endlich: Wendemöglichkeit. Stau 3 und kurz darauf Stau 4 ausgewichen. Keine Chance sichtbar, auch nur einen Millimeter Boden in Richtung Kiez gutzumachen. Resignierter Beschluss: Zurück in den ÖPNV. Hilft ja nix. Leider auch keine Chance, das gemietete Auto wieder loszuwerden: Kilometerweit im Umkreis kein Parkpkatz in Sicht. Rückkehr nach Barmbek. Abstellplatz nach geraumer Zeit gefunden; etwas weiter weg als das eigene Zuhause. Wieder in der Bahn. Weträumig andere Linie mit mehrmaligem Umsteigen. Besser is. Schienenersatzverkehr-Bus würde in Stau 2 klebenbleiben. Resumee: Es ist dieser unbedingte Zwang zur Mobilität mit gleichzeitiger Unerfüllung, der das Leben in der Großstadt so abschnürend atemberaubend macht …

Schreckgespenster in Braun

Kein Mensch* will Herrn Gauland zum Nachbarn haben. Jetzt habe ich gehört, dass er überdies auch noch ein grottenschlechter Fußballspieler sein soll. Dumm gelaufen, mal sagen …

*(Ich sagte: kein Mensch. Die Details, immer die Details beachten.)

Kindliche Brutalität heute und gestern

Das Wettrüsten ums Kinderzimmer. Lego wird immer brutaler, die Gewaltspirale dreht sich unaufhaltsam. In 30 Prozent aller Lego-Baukästen stecken heute schon Waffen, so eine aktuelle neuseeländische Studie. Ich finde das erschreckend. Als ich klein war, war das ganz anders – damals mussten wir uns die Waffen noch mit viel Fantasie selbst aus den Legosteinen bauen …