Ein Ende mit dem Telefon-Anbieter-Generve

Schluss mit o2

Mir reicht das jetzt mit den unfreiwillig dazugebuchten Soundeffekten bei o2. Diese ständige Rauschen und Knacksen, die Lautstärkeschwankungen und unvermittelten Verbindungsabbrüche. Der Gesprächsteilnehmer, der zwischendurch klingt wie ein Alien, das aus der Kanalisation nach Hause zu telefonieren versucht …

Die Zeitgenossen vor Alexander Graham Bells Erfindung wären vermutlich begeistert gewesen, ohne zu schreien über eine Distanz von mehr als einhundert Metern kommunizieren zu können, aber bitte, liebe Leute, wir haben 2016 und ich möchte mich nicht nach jedem Telefonat schweißgebadet vor Anstrengung erschöpft das Handy fallen und auf den Boden sinken sehen. Das ist doch nicht zeitgemäß, das kann doch nicht der Stand der Technik sein.

Ich habe auch keine Lust mehr, mir von euren schwer zu erreichenden Telefonjokern seit der Verwendung von drei Smartphones unterschiedlicher Bauart erläutern zu lassen, dass selbstverständlich auf eurer Seite keinerlei Fehler vorliegt und alles super ist.

Es hilft nichts: wir müssen unsere langjährige Beziehung beenden, denn sie ist zerrüttet. Und ich versuche jetzt mein Glück mit anderen Anbietern.

Schicksalsergebenheit

Dinge, die vor allem Nordlichter verstehen. Der Sommer in Hamburg kommt gern von allen Seiten. Und nur zu oft kann und muss man ihn mit dem Schlauchboot befahren.

Der Laden muss aber hier sein!

Schöner Türstehen. Der Beinahe-Gast irrt verzweifelten Blickes aufs Handy über den Hamburger Berg. Kein Empfang. Wahrscheinlich versehentlich bei o2 eingeloggt. „Sag mal, wo’s denn die „Goldmarie“?“
„In der Talstraße.“
„Ja nee, die muss hier irgendwo auf’m Berg sein. Sagt mein Kumpel.“
„Die ist in der Talstraße. Gleich hier um die Ecke.“
„Aber mein Kumpel sagte vorhin …“
„Hör mal, ich arbeite hier schon ne Weile auf dem Kiez. Ich weiß meistens, wo die Läden sind. Und die „Goldmarie“ ist in der Talstraße.“
„Aber ich bin doch mit meinem Kumpel verabredet.“
„Was hat das mit dem Standort der „Goldmarie“ …“
„Der wohnt schon fast n Jahr hier und der sagt, der Laden sei auf dem Hamburger Berg.“
„Wo kommt ihr eigentlich ursprünglich her?“
„Paderborn, wieso?“
„Ah, ich beginne, die Umrisse des Problems zu verstehen.“
„Hä, versteh“ ich nich‘!“
„Das macht nichts. Viel Glück beim Finden deines Clubs. Guck‘ am besten auch mal hinter die Kneipenschilder auf dem Berg, vielleicht haben böse Menschen den Namen einfach drübergehängt.“
„Echt?“
„Alles schon vorgekommen.“

Es bleibt schwierig …

Rhythmisches Teppichklopfen

Wissensmehrung dank Krafttraining

Ein neuer Fitnesstrend hat jetzt auch das McFit Steilshoop erreicht: Das sogenannte „Rhythmische Teppichklopfen“. Hierzu stellt sich der Gym-Patient breitbeinig mit durchgedrückten Knien vor einen oder auch zwei schwere Box-Sandsäcke. Nun wird ansatzlos abwechselnd oder auch alternativ gleichzeitig mit flacher Hand an ausgestrecktem Arm seitlich auf den Sandsack geschlagen. Dabei muss es ordentlich klatschen. Zudem ist es angezeigt, jeden Hieb mit spitzem Schrei oder wahlweise vernehmlichem Knurren zu unterstreichen. Die übrigen Trainierenden nähern sich dem Ausübenden meist recht zügig in großer Neugier und ausgeprägtem Redebedarf …

Kleiner Auftritt bei TalkDOT – Talk der offenen Tür

Wie es sich für den Türmann gehört, durfte ich gleich am Anfang mitwirken. 🙂

Stau schau wem …

Unterwegs im ÖPNV. Auf dem Weg zur Bühne. Aufbruch in Barmbek mit dem Ziel: Kiez. Schienenersatzverkehr in goddamn‘ Hasselbrook. Ausweichen auf DriveNow. Stau 1. Umdrehen, alternative Strecke. Stau 2. Keine Möglichkeit des Richtungswechsels. Eine halbe Stunde lang beim Stop-and-go-Game mitspielen. Dann endlich: Wendemöglichkeit. Stau 3 und kurz darauf Stau 4 ausgewichen. Keine Chance sichtbar, auch nur einen Millimeter Boden in Richtung Kiez gutzumachen. Resignierter Beschluss: Zurück in den ÖPNV. Hilft ja nix. Leider auch keine Chance, das gemietete Auto wieder loszuwerden: Kilometerweit im Umkreis kein Parkpkatz in Sicht. Rückkehr nach Barmbek. Abstellplatz nach geraumer Zeit gefunden; etwas weiter weg als das eigene Zuhause. Wieder in der Bahn. Weträumig andere Linie mit mehrmaligem Umsteigen. Besser is. Schienenersatzverkehr-Bus würde in Stau 2 klebenbleiben. Resumee: Es ist dieser unbedingte Zwang zur Mobilität mit gleichzeitiger Unerfüllung, der das Leben in der Großstadt so abschnürend atemberaubend macht …

Schreckgespenster in Braun

Kein Mensch* will Herrn Gauland zum Nachbarn haben. Jetzt habe ich gehört, dass er überdies auch noch ein grottenschlechter Fußballspieler sein soll. Dumm gelaufen, mal sagen …

*(Ich sagte: kein Mensch. Die Details, immer die Details beachten.)

Wunderliche Menschenskinder

Unterwegs im ÖPNV. Die Puppe des kleinen Mädchens gibt ein verzweifeltes Heulen von sich, wenn sie über einen bestimmten Winkel hinaus nach hinten geneigt wird. Jedesmal. Das kleine Mädchen plärrt dann ebenfalls herz- und ohrenzerreißend los. Jedesmal. Etwa alle dreißig Sekunden, seit ich einstieg. Die mutmaßliche Mutter guckt resigniert. Das Gesicht der mutmaßlichen Großmutter wirkt versteinert. Nur ihre Kieferknochen mahlen in einer unablässigen, stoischen Bewegung. Der Mensch, das von Beginn an wunderliche Wesen …

Gebrauchsanweisungen aktuell

„Hinweis: 1. Es kann ein bisschen riechen, wenn Sie diese Tasche zu bekommen. denn es ist neu und unbenutzt. Sie könnten das Paket zu öffnen und legen Sie sie an einem gut belüfteten Ort für ein paar Stunden, dann der Geruch wird verblassen

2. Echtes Leder erscheinen Mehltau Punkte aufgrund der Verdampfung von Wasser im Futter. Sie könnten nur wischen Sie mit einem feuchten Tuch.“

Jetzt verstehe ich auch den komischen Geruch im ÖPNV. Es sind die vielen noch neuen und unbenutzten Fahrgäste. Vielleicht sollte man sie kurz öffnen und an einem gut belüfteten Ort verblassen lassen. Dieser ominöse „Mehltau“ lässt sich ebenfalls deutlich auf ihren sichtbaren Oberflächen erkennen … hm, ich gehe wohl doch lieber zu Fuß durch den Regen.

Kindliche Brutalität heute und gestern

Das Wettrüsten ums Kinderzimmer. Lego wird immer brutaler, die Gewaltspirale dreht sich unaufhaltsam. In 30 Prozent aller Lego-Baukästen stecken heute schon Waffen, so eine aktuelle neuseeländische Studie. Ich finde das erschreckend. Als ich klein war, war das ganz anders – damals mussten wir uns die Waffen noch mit viel Fantasie selbst aus den Legosteinen bauen …