Pfiffige Hundehaltung

Expeditionen in den Großstadtdschungel

Liebe Hundehalterin, ich finde es ganz wunderbar, dass Sie bei Ihren täglichen Gassigängen auf dem kleinen Weg zwischen meinem Wohnzimmer und dem niedlichen Gehölz auf der anderen Seite inzwischen sehr darauf achten, die Tretminen Ihres vierbeinigen Lebensabschnittsgefährten nicht mehr zur freudigen haptischen Entdeckung anderer Flaneure offen liegenzulassen, sondern diese mit adäquaten Hundebeuteln zu entsorgen.

Zumal Sie darauf achten, dass die Beutel gut verknotet sind, bevor Sie selbige mit Verve ins Gehölz werfen. Denn nur so wird der wertvolle Inhalt schließlich zuverlässig vor Verrottung geschützt.

Doch das geht womöglich noch besser: Haben Sie eventuell schon einmal darüber nachgedacht, die Plastikbeutel vor dem Verlassen Ihrer Wohnstatt direkt an entsprechender Vierbeineröffnung zu befestigen? Diese fielen dann nach Befüllung seitens des caninen Familienmitglieds automatisch ab und blieben als künstlerische Installationen auf dem Gehweg liegen. Nebeneffekt: Durch die nichtverschlossene, obere Öffnung der Tüten hätten wirbellose Stadtnaturbewohner wie etwa Fliegen oder Käfer dann die Möglichkeit zur Eiablage. Mit der Folge eines wirklich lebendig und beweglich werdenden Gesamtkunstwerks.

Das hätte doch was.