Vorbildlicher „Bringservice“

tuerservice-september-2016-headcrash-hamburgEine der Kernkompetenz-Aufgaben des Türmannes ist der sogenannte „Clubtür-Bringservice“.

Sollte ein Gast nicht in der Lage oder Willens sein, den Ausgang der Lokalität aus eigenen Mitteln sowohl zu finden, als auch zu durchschreiten, greift der freundliche Türmann des Vertrauens – hier der Kollege Viktor – sogleich flankierend und hilfreich unter die Arme.

Sanft im Ton aber entschieden bewegungsmotivierend in der Sache wird so die Situation zu aller Zufriedenheit deeskaliert und bereinigt.

Eher hinein als hinaus geht es am 02. November in den Nochtspeicher, wenn es wieder heißt: „Zeit für Zorn? – Die Türsteherlesung“. Selbstverständlich nicht ernst gemeint: das Motto – „Backenfutterparty!“. Denn wir lehnen Brutalität natürlich entschieden ab und sagen stets: K(l)eine Gewalt!

Volle Fahrt bei Vollmond

Schöner Türstehen auf dem Hamburger Berg. Ich empfand es als feinen Zug vom Rettungswagen-Team, den nun langsam seitlich wieder vom stehenden Fahrzeug abtropfenden Schnellläufer gleich mitzuverarzten, wo sie doch eh schonmal vor Ort waren. Als sie nach vollendetem Werk losfuhren, fragte ich mich von meiner Tür aus, wie lange sich die beiden anderen Jungs wohl an ihrem Platz an den Hecktüren werden halten können. Feixend standen sie auf der hinteren Stoßstange und krallten sich an Türgriffen und Dachreling fest. Der RTW bog in die Simon-von-Utrecht-Straße und beschleunigte im Licht des vollen Mondes …

„Backenfutterparty“ im Nochtspeicher

„Zeit für Zorn? – Die Türsteherlesung: Backenfutterparty“
Mittwoch, 02.11.2016, 19 Uhr (Einlass). Im Nochtspeicher, Bernhard-Nocht-Straße 68a, Hamburg-St. Pauli
Tickets: St. Pauli Tourist Office (Wohlwillstraße 1, Hamburg-St. Pauli) und im Gun Club (Hopfenstraße 32, Hamburg-St. Pauli)

Wenn SF wahr wird

Als Teenie war ich voll der Hoffnung, dass zu meinen Lebzeiten ein paar der gesellschaftlichen und technischen Fortschritte meines geliebten Science Fiction-Genres Wirklichkeit werden. Und heute stehe ich am Fenster und lächle, denn den Regen, den Dauerregen aus „Blade Runner“ den haben wir jetzt tatsächlich und dürfen ihn täglich in der Realität erleben. Das ist schon ein bisschen cool, muss ich sagen …

Schicksalsergebenheit

Dinge, die vor allem Nordlichter verstehen. Der Sommer in Hamburg kommt gern von allen Seiten. Und nur zu oft kann und muss man ihn mit dem Schlauchboot befahren.

Stau schau wem …

Unterwegs im ÖPNV. Auf dem Weg zur Bühne. Aufbruch in Barmbek mit dem Ziel: Kiez. Schienenersatzverkehr in goddamn‘ Hasselbrook. Ausweichen auf DriveNow. Stau 1. Umdrehen, alternative Strecke. Stau 2. Keine Möglichkeit des Richtungswechsels. Eine halbe Stunde lang beim Stop-and-go-Game mitspielen. Dann endlich: Wendemöglichkeit. Stau 3 und kurz darauf Stau 4 ausgewichen. Keine Chance sichtbar, auch nur einen Millimeter Boden in Richtung Kiez gutzumachen. Resignierter Beschluss: Zurück in den ÖPNV. Hilft ja nix. Leider auch keine Chance, das gemietete Auto wieder loszuwerden: Kilometerweit im Umkreis kein Parkpkatz in Sicht. Rückkehr nach Barmbek. Abstellplatz nach geraumer Zeit gefunden; etwas weiter weg als das eigene Zuhause. Wieder in der Bahn. Weträumig andere Linie mit mehrmaligem Umsteigen. Besser is. Schienenersatzverkehr-Bus würde in Stau 2 klebenbleiben. Resumee: Es ist dieser unbedingte Zwang zur Mobilität mit gleichzeitiger Unerfüllung, der das Leben in der Großstadt so abschnürend atemberaubend macht …