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Survival und Sicherheit im Alltag

Heute: Was tun bei einem Messerangriff?

Nun, zunächst sollte man den Aggressor entwaffnen. Hierzu fängt man die zustechende Klinge mit dem Oberkörper ab, klemmt sie zwischen den Rippen ein und schlägt umgehend ein seitliches Rad. Dadurch wird das Messer dem Angreifenden aus der Hand gewunden und er steht plötzlich waffenlos da. Er wird sogleich perplex die Flucht ergreifen und man kann seinen Weg sicher fortsetzen.

Neulich in Hamburg-Barmbek

Diebstahlsicherung deLuxe

Drei Jungs basteln auf der Straße an einem getunten Auto herum. Der Proll-Bolide soll mit einer ordentlichen Alarmanlage gegen Diebstahl geschützt werden. Und zwar amtlich. Der Plan: Das Bauteil wird mit der aufgerüsteten Beschallungseinheit des Fahrzeugs gekoppelt, die sonst nur viertelweit Gangsta-Rap produziert.

Während ihrer Werkelei geht die neue akustische Sicherhungsmaßnahme regelmäßig alle drei Minuten lautstark los. Hochtöner kreischen den Hilferuf in die Hood. Bässe wummern bis tief in die Eingeweide der Bewohner. Die Mitten sägen sich durch sämtliche Türen und Fenster.

Es folgt seit dem dritten Mal eine konzertante Gepöbel-Reaktion aus den umliegenden Miethäusern.

Ich bin zuversichtlich: Wenn die drei Digga ihre Autosicherung irgendwann im Laufe des Abends abgeschlossen haben, wird das Vehikel fürderhin zwar nicht besser vor dem Fremdzugriff geschützt sein, aber die Diebe dürfen sich sicher sein, dass sie bei der Entwendungsmaßnahme amtlich von den Straßenbewohnern beschimpft werden. Bis sie beim Davonfahren mit dem neuen Gefährt rote Ohren bekommen.

Schöner Türstehen

Schöner Türstehen im Zeichen der natürlichen Sonnenbräune

Zwei weibliche Gäste stehen rauchend neben meiner Tür im headCRASH. Beide anscheinend große Fans der eher härteren musikalischen Gangart, wie ich anhand des Dresscodes und der Tattoos zu vermuten wage. Die eine – dunkelhäutig, mit großem Prong-Patch auf ihrer Jeansweste und drolligem Hamburger Akzent – zur anderen: „Boah, das nervt echt! Du hüpfst fröhlich ins Moshpit und die Typen immer so: Huch, was macht denn die Frau hier mittendrin? Und dann lernst du einen kennen und der guckt und fragt dann: Wo kommst du denn ursprünglich her? Ich so: Hä? Er so: Bist du aus Afrika?“
Ich mische mich kurz ins Gespräch: „Das nächste Mal, wenn dir einer diese Frage stellt, sagst du einfach: Ursprünglich komme ich aus Barmbek-Süd.“
Sie: „Hahaha, geilo, das mache ich!“
Manchmal ist es gar nicht so schwierig.

Schöner Türstehen

Dialogsplitter der gestrigen Partynacht. Der Betriebsleiter steht kurz an unserer Tür. Auf seinem Kopf ein schmückendes Ensemble aus bunt glitzernden Hasenöhrchen.
„Schöne Ohren hast Du da“.
„Ja, nicht wahr? Außerdem sind die auf längere Sicht auch viel bequemer, als der große, schillernde Sombrero, den ich sonst gern trage.“
„Und Du bist in der Feiermenge auch immer sofort zu sehen.“
„Richtig. Zudem fühlen sich die ländlichen Gäste bei uns im Club gleich viel heimischer.“