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DHL – Der Kampf geht weiter

Nun, nach vier Wochen ist die defekte Packstation, in der seit demselben Zeitraum mein Paket vor sich hin reifte, wieder einsatzbereit.
Ich erfuhr dies in einer e-mail von DHL. Sehr vorbildlich die zeitnahe Kommunikation. In einer zweiten e-mail, die mich zwei Minuten nach der ersten erreichte, wurde ich darüber informiert, dass der Rücksendevorgang meines lang und sicher gelagerten Pakets an den Versender nunmehr eingeleitet sei.*
Sie arbeiten schnell, dort bei der DHL. Hand in Hand. Wenn sie sich einmal dazu entschlossen haben. Das muss man ihnen lassen. 😄

*(Info: Ich hätte fünf Minuten benötigt, um die Paketstation zu erreichen. Müsste also mindestens drei Minuten in der Zeit zurückreisen, wollte ich zusammen mit dem DHL-Abholer am Ort des Geschehens eintreffen.)

DHL – Der Kampf geht weiter

Schöner Türstehen

Hamburger Berg. Gestern am frühen Abend auf dem Weg zur Dienstbesprechung im Club. Gezwungenermaßen einer Herde Kieztouris hinterhertrottend, die, in voller Breite aufgefächert, den Gehweg zur Gänze nutzte, wurde ich unfreiwillig Ohrenzeuge folgenden Dialogs zwischen deren „Führungskräften“:

„Du, Siggi, sach ma, sind wir hier wirklich richtig?“ „Ey Ernie, ich sach doch, ich bring‘ uns schon sicher zu dem Stripladen, den uns Karl-Heinz neulich beim Feuerwehrfest empfohlen hat.“ „Woher weißt du denn eigentlich, wo das längs geht?“ „Ich habe letztes Jahr zwei Kiezführungen mitgemacht – ich kenn‘ mich hier aus. Weiß Bescheid wie mit meiner Westentasche.“ „Na, dann …“ „Jo. Und nu gib mir ma‘ das Bier aus’m Kiosk, das du da in deiner Jacke mitschleppst“ „Das is‘ mein letztes!“ „Jetz‘ knicker doch nich wieder so rum! Ich bin der Kiezexperte, du der Versorgungsmann!“

Ich hatte spontan die Idee, die Gruppe auf ihrem Weg filmend zu begleiten. Titel: „Blair Witch Project reloaded“. Oder „Verloren auf dem Berg – eine Seilschaft und ihre Reise ins weiße Nichts“. Oder: „Life of Pi(nneberg): Schiffbruch mit Wegbier“. Alles in einem Take abendfüllend aufgenommen. Das hätte doch was. Drama, Action, Leidenschaft, Verlust, Trauer und Gruppenzusammenhalt. Und die Message: Du darfst nicht aufgeben!

Aber dann musste ich scharf linksschwenken und eine Tür öffnen. Ich war beim Club mit der Persobesprechung angekommen.

Das weitere Schicksal der kenntnisreichen Tourigruppe blieb mir leider verschlossen. Schade.

Survival und Sicherheit im Alltag

Heute: Was tun bei einem Messerangriff?

Nun, zunächst sollte man den Aggressor entwaffnen. Hierzu fängt man die zustechende Klinge mit dem Oberkörper ab, klemmt sie zwischen den Rippen ein und schlägt umgehend ein seitliches Rad. Dadurch wird das Messer dem Angreifenden aus der Hand gewunden und er steht plötzlich waffenlos da. Er wird sogleich perplex die Flucht ergreifen und man kann seinen Weg sicher fortsetzen.

Neulich in Hamburg-Barmbek

Diebstahlsicherung deLuxe

Drei Jungs basteln auf der Straße an einem getunten Auto herum. Der Proll-Bolide soll mit einer ordentlichen Alarmanlage gegen Diebstahl geschützt werden. Und zwar amtlich. Der Plan: Das Bauteil wird mit der aufgerüsteten Beschallungseinheit des Fahrzeugs gekoppelt, die sonst nur viertelweit Gangsta-Rap produziert.

Während ihrer Werkelei geht die neue akustische Sicherhungsmaßnahme regelmäßig alle drei Minuten lautstark los. Hochtöner kreischen den Hilferuf in die Hood. Bässe wummern bis tief in die Eingeweide der Bewohner. Die Mitten sägen sich durch sämtliche Türen und Fenster.

Es folgt seit dem dritten Mal eine konzertante Gepöbel-Reaktion aus den umliegenden Miethäusern.

Ich bin zuversichtlich: Wenn die drei Digga ihre Autosicherung irgendwann im Laufe des Abends abgeschlossen haben, wird das Vehikel fürderhin zwar nicht besser vor dem Fremdzugriff geschützt sein, aber die Diebe dürfen sich sicher sein, dass sie bei der Entwendungsmaßnahme amtlich von den Straßenbewohnern beschimpft werden. Bis sie beim Davonfahren mit dem neuen Gefährt rote Ohren bekommen.

Schöner Türstehen

Schöner Türstehen im Zeichen der natürlichen Sonnenbräune

Zwei weibliche Gäste stehen rauchend neben meiner Tür im headCRASH. Beide anscheinend große Fans der eher härteren musikalischen Gangart, wie ich anhand des Dresscodes und der Tattoos zu vermuten wage. Die eine – dunkelhäutig, mit großem Prong-Patch auf ihrer Jeansweste und drolligem Hamburger Akzent – zur anderen: „Boah, das nervt echt! Du hüpfst fröhlich ins Moshpit und die Typen immer so: Huch, was macht denn die Frau hier mittendrin? Und dann lernst du einen kennen und der guckt und fragt dann: Wo kommst du denn ursprünglich her? Ich so: Hä? Er so: Bist du aus Afrika?“
Ich mische mich kurz ins Gespräch: „Das nächste Mal, wenn dir einer diese Frage stellt, sagst du einfach: Ursprünglich komme ich aus Barmbek-Süd.“
Sie: „Hahaha, geilo, das mache ich!“
Manchmal ist es gar nicht so schwierig.

Schöner Türstehen

Dialogsplitter der gestrigen Partynacht. Der Betriebsleiter steht kurz an unserer Tür. Auf seinem Kopf ein schmückendes Ensemble aus bunt glitzernden Hasenöhrchen.
„Schöne Ohren hast Du da“.
„Ja, nicht wahr? Außerdem sind die auf längere Sicht auch viel bequemer, als der große, schillernde Sombrero, den ich sonst gern trage.“
„Und Du bist in der Feiermenge auch immer sofort zu sehen.“
„Richtig. Zudem fühlen sich die ländlichen Gäste bei uns im Club gleich viel heimischer.“