Eine neue Lebensaufgabe …

DHL – Der Kampf geht weiter

*Ding-Dong*

Zwei Herren stehen vor meiner Wohnungstür. Beide grinsen irgendwie verlegen in ihren DHL-Kurzbeinhosen und nicken eifrig. Ich sage „Guten Tag“, man murmelt etwas Unverständliches. Der eine streckt mir anschließend ein Paket entgegen – auf dem Adressaufkleber steht etwas von „F. Buttgereit“ und „Hausnummer 21“. Ich schüttle freundlich den Kopf: „Tut mir Leid, ich heiße nicht F. Buttgereit, sondern Hacker. Guck, hier zum Beweis das Namensschild an der Tür.“
Die Beiden schauen sich an und es erfolgt ein kurzer Disput in einer mir völlig unbekannten Sprache, die aber irgendwie drollig sympathisch klingt. Dann richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf mich und man hält mir erneut das Paket unter die Nase.
„Nein, nein – das ist nicht für mich. Das ist für jemanden namens „F. Buttgereit“ bestimmt. Es steht zudem die Hausnummer 21 drauf; das hier ist das Haus mit der Nummer 23.“
Wieder Diskussion. Dann wendet sich der hintere der beiden DHL-Männer mit traurigem Blick an mich: „Kein 21?“
„Nein, 23.“
„Kein Haus 21 da.“
„Doch, nebenan.“
„Kein nebenan.“
„Doch, doch – hier aus der Haustür hinaus und dann rechts. Gleich der nächste Eingang.“
„Kein Hauseingang.“
„Doch! Gleich nebenan.“
„Da kein Haus!“
„Leute, bitte, als ich gestern nachgesehen habe, war da ganz sicher ein Haus. Sogar mit Eingang. Und oben drüber die Hausnummer 21. Das wird nicht über Nacht verschwunden sein.“
„Kein Haus!“, bekräftigt der Vordere und drückt mir das Paket nachdrücklich in die Hand.
Der andere nickt eifrig: „Hier Paket, gib 21.“
Man macht auf dem Absatz kehrt, strebt den Hausflur hinunter zur Eingangstür.
„Hey, muss ich nicht irgendwas unterschreiben, sach ma?“
„Kein 21, kein Unterschrift, alles gut!“
„Nun, denn man tau …“, verfalle ich kurz ins drollige Plattdeutsche.
Dann läuft es mir kalt den Rücken hinunter: Bin ich etwa gerade gegen meinen Willen zum DHL-Hilfsdeputy ernannt worden? Upps …

DHL – Der Kampf geht weiter

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„Was machen Sie da?“
„Ich hole mein Paket ab.“
„Sie können doch nicht einfach selbst nach Ihrem Paket gucken!“
„Warum nicht? Die Pakete lagern doch hier draußen auf dem Gang.“
„Nein, tun sie nicht.“
„Doch. Ist das kein Post-Selbstbedienungsbereich?“
„Nein! So etwas gibt es nicht!“
„Doch, doch – die Pakete stehen hier neben dem Postbank-Auszugsdrucker und den Kassen vom angrenzenden Supermarkt.“
„Nein, da sind keine Pakete. Das wäre ja gar nicht erlaubt. Hätte ja jeder Zugriff.“
„Oh, hier ist mein Paket. Das, das angeblich noch gar nicht eingetroffen sein soll.“
„Das bilden Sie sich ein.“
„Wow! Meine Einbildungskraft ist enorm! Ich kann es sogar anfassen. Guck: Hier ist mein Paket.“
„Legen Sie das Paket wieder auf den Lager-Wagen!“
„Ich kann es bestimmt auch wieder verschwinden lassen. Mit meiner neu entdeckten Einbildungs-Superkraft.“
„Sie haben es einfach in ihre Tasche gesteckt!“
„Nein, das bilden Sie sich ein. Aber meine Einbildungskraft ist viel stärker als ihre! Ätsch!“
„Bleiben Sie hier!“
„Ich komme morgen wieder. Und bilde mir ein weiteres Paket auf dem Gang ein – es ist unterwegs und müsste morgen auf gar keinen Fall eintreffen.“

DHL – Der Kampf geht weiter

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Besser die Finger davon lassen …

„So, hier sind ihre drei Pakete. Ich brauche noch ihre Unterschrift auf dieser Quittung …“
„Äh, da stimmt etwas nicht – ich erwarte bloß zwei Pakete.“
„Es sind aber nunmal drei.“
„Dieses hier ist nicht meines.“
„Doch.“
„Nein.“
„Aber ja doch!
„Ich mag es zwar nicht, wenn Leute herum-abern, aber auf diesem Paket steht nicht einmal mein Name.“
„Wohl!“
„Ich heiße Hacker, Viktor Hacker. Hier steht aber Hocker, Kevin Hocker.“
„Ja und? Ist doch fast dasselbe!“
„Hören Sie, ich bin zwar in einem sozialen Brennpunkt Hamburgs geboren und aufgewachsen. Ok. Aber für „Kevin“ bin ich schlicht die falsche Generation. Viel zu alt …“*
 
„Sonst meckern Sie immer herum, dass Sie zu wenige Pakete bekommen, und jetzt dieses Geblöke, obwohl Sie eines zu viel erhalten. Nehmen Sie das Paket nun entgegen, oder nicht?“
„Ich bin nicht Kevin Hocker. Ich will sein Paket nicht! Wer weiß, was der sich da bestellt hat …“
„Meine Fresse. Dann eben nicht. Hier, ich habe noch ein unadressiertes Paket – möchten Sie das evtl. mitnehmen?“
„Landen unadressierte Pakete immer bei Ihnen in der Filiale?“
„Manchmal. Wieso?“
„Och, nur so. Falls Sie planen, es zu öffnen, würden Sie dann bitte warten, bis ich weit genug von der Filiale entfernt bin?“
„Hä? Verstehe ich nicht …“
„Macht nichts. Warten Sie einfach ungefähr fünfzehn Minuten, bitte.“
 
DHL – Der Kampf geht weiter
 
*(alles nach dem Sternchen entspringt der dichterisch-humoristischen Freiheit)

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Fachbereich Postfiliale. „Schönen Guten Tag, Hacker, ich möchte gern mein Paket abholen. Hier ist meine DHL-Kundenkarte.“
„Gerne. Welches Fach?“
„Wie, welches Fach?“
„Ich muss das Fach wissen, um das Paket finden zu können.“
„Woher soll ich denn wissen, in welchem Fach es liegt?“
„Ohne Fach kein Paket.“
„Hmm … versuchen Sie es doch mal mit „Erziehungswissenschaften“.“
„Haha. Wie lustig. Sie sind wohl Komiker.“
„Ja. Aber das Kompliment kann ich guten Gewissens zurückgeben. Sie schlagen sich da auch ganz gut …“
„Wissen Sie das Fach nun, oder nicht?“
„Keine Ahnung, vielleicht steht ja „Hacker“ dran, so oft wie ich hier Pakete abholen muss, die eigentlich zu mir nach Hause adressiert waren.“
„Ich frage mal meine Kollegin.“
„Tun Sie das. Vielleicht unterrichtet die ja sogar Erziehungswissenschaften.“

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Einmal Rundmachen, bitte!

DHL – Der Kampf geht weiter

das-rundpaketLeider gibt es weiterhin Paketversender, die sich standhaft weigern, die neuen, bereits vor geraumer Zeit eingeführten runden Fächer in den DHL-Packstationen zur Kenntnis zu nehmen.

Noch immer verpacken diese ewig Gestrigen ihre Waren ungelenk in quaderförmigen Kartons.

Zum Glück gibt es die ebenso findigen wie tatkräftigen Ausfahrer der DHL, die hier ohne viel Federlesens flugs Hand anlegen und das Paket passend machen zur sicheren Aufbewahrung in den ovalen Paketfächern.

Danke, lieber DHL-Bote, dass du meine Ware nicht wieder retour schicktest, sondern stattdessen von den störenden Ecken befreitest.

DHL – Der Kampf geht weiter

#dhl #dhl_derkampfgehtweiter #packstation #barmbek_nord

DHL – Der Kampf geht weiter

imag2016Man will ja nichts über’s Knie brechen … es sei denn, man arbeitet bei der DHL.

Nach längerer Abstinenz wieder einmal mit den „großen Gelben“ zu tun gehabt. Nun, es ist natürlich schon eine Zumutung, wenn die stumpfen Kunden immer so komisch bemessene Pakete versenden oder erhalten, die partout nicht in die kleinen Fächer passen.

Zum Glück ist der DHL-Mensch von Welt nicht auf den Kopf gefallen, sondern kann selbigen sogar zielstrebig einbringen: Wo religiöse imag2017Zeitgenossen schlicht das Brot brechen, macht er mit einem gezielten Kopfstoß das Paket passend! Denn merke: Platz ist in der kleinsten Hütte, wenn man nur alles anständig faltet …

R.I.P. kleine Japan-Zugsäge. Wir hatten leider nicht die Gelegenheit, uns näher kennen zu lernen, denn dein Rückgrat brach lang vor deiner Zeit. Und schon jetzt weiß ich, du wirst mir sehr fehlen. Zum Beispiel beim Zuschnitt der Pfeilschaft-Rohlinge für den Langbogen. Mit dem ich Jagd auf große, rollende, gelbe Dinger machen könnte …

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