Traumberufe der Zukunft – heute: Abmahnanwalt/Abmahnanwältin

https://www.heise.de/tp/features/Das-DSGVO-Chaos-ist-angerichtet-4037911.html

In einer Zeit fortschreitender Digitalisierung der Arbeitswelt und der damit einhergehenden Kündigungsflut in den unterschiedlichsten Berufszweigen wird händeringend nach neuen Jobmöglichkeiten gesucht.

Hier erweist sich nun die Passivität unserer Bundesregierung bei manchen EU-Vorgängen als weise Voraussicht.

Dank der neuen EU-Verordnung in punkto Datenschutz stellt ab dem 25. Mai 2018 jedes Knipsen eines digitalen Fotos einen strafrechtlich relevanten Tatbestand dar – sofern der Fotografierende seine Handlung nicht als Staatsorgan (Polizist mit Demonstrationsteilnehmerdokumentationsbedarf) oder Journalist mit direktem Reportagebezug (noch) legitimieren kann. Da eine Digitalkamera neben dem Bild auch Zeit, Ort und GPS-Daten festhält, wird nach neuem Recht schon beim Speichern der Aufnahme das personenbezogene Datenschutzrecht verletzt.

Eine große Chance für den Arbeitsmarkt!

Der Bedarf an Abmahnanwälten und Abmahnanwältinnen wird in den kommenden Monaten drastisch steigen und es nicht klar, ob die vorhandene Anzahl diesbezüglich spezialisierter Kanzleien in der Lage sein wird, die gewaltige Aufgabe mit der bisherigen Personaldecke zu bewältigen. Es gilt, unzählige Schulfotografen, Konzertteilnehmer („Handy in die Höhe“-Halter), Hochzeitsfotografen, Hobbybildner, Sportveranstaltungsablichter, Selfieanfertiger mit Menschen im Hintergrund und viele weitere Straffällige zahlungskräftig zur Kasse zu bitten.

In den Jobcentern hat man bereits damit begonnen, Personal für entsprechende Umschulungsmaßnahmen abzuziehen. Und die rechtswissenschaftlichen Fakultäten der deutschen Universitäten bereiten sich auf eine wahre Bewerbungsflut vor.

Dies könnte die einmalige Chance sein, die Arbeitslosenquote in Deutschland auf ein historisches Minimum herunterzufahren. Vom neu entstehenden Wirtschaftskreislauf eines starken, dynamischen Abmahnmarktes ganz zu schweigen.
Es geht voran in diesem Land!

Voice Over für Hamburg Energie

Derzeit läuft ein Imagefilm des Energieanbieters Hamburg Energie in den Kinos. Ich durfte hierbei den Part der Erzählerstimme übernehmen.

Vom zivilisierten Umgang mit Freiberuflern und Selbstständigen

Heute: Würdevoll selbstloser Beispielgeber

Es ist ja ganz normal, immer wieder von Agenturen aufgefordert zu werden, Angebote für Sprecheraufträge abzugeben, auf die dann keinerlei Antwort oder Reaktion erfolgt. Schließlich hat man sich nassforsch an den gängigen Sprecherpreislisten orientiert und den Kunden in spe auf diese Weise unhöflichst brüskiert.

Wenn man aber zufällig mitbekommt, dass die mitgelieferten, extra hierfür aufgenommenen Audiodemos anschließend anderen, weit und zügig entgegenkommend preisgünstigeren Konkurrenten als „Beispiel, wie das klingen soll“ vorgelegt werden, kann man immerhin würdevoll erhobenen Hauptes in den freiberuflichen Hungertod schreiten.

Dankeschön!

Auf der Bühne. Wo ich am liebsten bin. Ein Publikum unterhalten zu dürfen, mit meinen bizarren und womöglich lustigen Geschichten. Leute zu treffen, die bereit sind, sich mein Zeug anzuhören. Von netten Menschen dabei unterstützt zu werden. Solo oder im Ensemble mit wunderbaren anderen Künstlern auftreten zu können. Ich habe ein gutes Leben. Und dafür bin ich dankbar. Eine große Verbeugung vor allen, die mir das alles wieder und wieder möglich machen! Dankeschön!

On stage. The place i like to be most. To have an audience to entertain with my bizarre and probably funny stories. To meet people who are willing to listen to my stuff. To be supported by nice persons all the time. To perform solo or in collaboration with wonderful other artists. I have a good life and i’m thankful for that. A big bow to everyone who makes that possible again and again! #getsentimental #lovemylife #voiceartist #voiceactor #onstage #comedy #spokenwordperformance #xmastime

„America first – but St. Pauli last …“

Sogar das Abendblatt berichtet über unseren lütten Videostreich … 🙂

Hier geht’s zum Artikel im Hamburger Abendblatt

Auf der Reise von Uelzen nach Hamburg

​Schöner Sprechen im Regional-Express 

Wo Leute über andere verfügen und diese angemessen in der dritten Person antworten: „Guck mal, wenn er sich woanders hinsetzt – da hinten zum Beispiel, auf den zugigen Einzelplatz in der letzten Ecke -, dann können wir hier zu viert zusammensitzen“, die fluffig mit wallendem Medusenhaar und Schal-Gebirge ausgestattete Frau wedelt unbestimmt mit der Hand in meine Richtung.

Ich versuche es mit Höflichkeit: „Tut mir Leid, „er“ wird sich keinesfalls woanders hinsetzen. Aber „sie“ und „ihr“ Gefolge mögen sich doch just einen Wagen weiter nach vorn verfügen. Dort harret eine gröhlende, armeschwenkende und biertrinkende Fußball-Fanschar sehnsüchtig „ihrer“ Gesellschaft. Gehabet „euch“ wohl, illustres Volk.“

Vom zivilisierten Umgang mit Freiberuflern und Selbstständigen

 
Heute: Kunstwerk Freiberuflerrechnung
 
Die unbeglichenen Rechnungen von Freiberuflern sind seit jeher aus dem Alltag moderner Unternehmen und großer Agenturen nicht wegzudenken.
Dienten sie früher jedoch dank vielfacher Faltbarkeit vor allem der Stabilisierung von Regalen, Frühstückstischen und Fußmatten, finden sie heute vermehrt ganz neue Verwendungen in der künstlerischen Dekoration.
In hochwertigen Rahmen an den Wänden ebenso sündhaft teuer wie gediegen elegant eingerichteter Konferenzräume als moderne Kunst in Szene gesetzt, dokumentieren sie in ihrer stoischen Unbezahltheit die Vergeblichkeit der Dinge.
Als Zeugen langer Zeiträume des Verweilens erheben sie mahnend den Zeigefinger der Äonen und sagen dem Menschen: Du und dein Streben, ihr seid nichts im Vergleich zur erhabenen Drift der Kontinente.
Und doch sind sie auch Dokumente einer konstanten Haltung des Schweigens, der Kultur der verlässlichen Ignoranz, die sich auch durch den sich erhebenden Bocksgesang der Nachfragen, Erinnerungen und Mahnungen nicht zu unziemlicher Hast oder gar Bezahlung der geleisteten Arbeit verleiten lässt.
Die Präsenz der als Kunstwerk verstandenen und nicht dem schnöden Mammon verhafteten Freiberufler-Rechnung wird in ihrer Unerlösung überdauern – auch wenn der erschaffende Künstler, der Freiberufler, lang verhungert, verwelkt, verweht und vergessen ist.
Nicht alles Menschenwerk ist schnell und vergänglich.

Heiligabend. Mal nicht als Freibeuter greifbar

Vom zivilisierten Umgang mit Freiberuflern und Selbstständigen

Heiligabend. 19.30 Uhr. Mit Freunden, Patenkindern und überhaupt super Menschen an einem Tisch herumspaßend, der mit leckeren Sachen und wunderbarem Wein bestens bestückt ist. Das Smartphone brummt hartnäckig vor sich hin. Ein neugieriger Blick offenbart: E-mail eines potentiellen Kunden. Ob man kurz eine Demo für einen Sprecherauftrag aufnehmen und schicken könne?

Na, aber sicher doch. Allerdings nur für die Rolle eines leicht trunkenen Weihnachtsmannes.

Ja nee, es ginge um den Off-Kommentar eines Erklärfilms über Mitarbeiterführung und betriebliche Motivation.

Ach echt? Dürfe man denn dort leicht geschärfte Ironie und etwas zitronensauren Sarkasmus in die Stimme einfließen lassen?

Verstehe ich nicht, sagt der Kunde.

Das glaube ich gern, schreibe ich, und schenke mir selbst nochmal reinen Wein ein, während ich mein Telefon abschalte und ebenso leise wie sicher in der Hosentasche verschwinden lasse …

Frohe Weihnachten. Nä.

Der Geheimkunde

Vom zivilisierten Umgang mit Freiberuflern und Selbstständigen

Heute: Der Geheimkunde

Seit ein paar Tagen erhalte ich Anrufe von einem potentiellen Kunden. Er möchte gern, dass ich ihm einen Off-Kommentar für sein Firmen-Imagevideo produziere. Nichts täte ich lieber als das. Falls wir uns handelseinig bezüglich der Vergütung würden.

Leider schreibt er mir keine e-mail, sondern ruft lediglich wiederholt an. Auf dem Festnetz. Das analoge Telefon und der dazugehörige Anrufbeantworter stehen dinosaurierartig in der Ecke des Vergessens meines Arbeitszimmers und bezeugen den langen Lauf der Zeit.

Er spricht immer dringlicher auf den AB.

Möchte gern zurückgerufen werden, um mir dann alle Infos per e-mail zukommen zu lassen. Er braucht hierfür vorher den persönlichen Kontakt. Sagt er. Auf dem Anrufbeantworter.

Auf das Hinterlassen einer Nummer, unter der ich mich zurückmelden könnte, verzichtet er. Wahrscheinlich aus Datenschutzgründen. Gehört wahrscheinlich zu der paranoiden Spezies, die auch immer die e-mails gleich nach dem Lesen löscht. Und später nicht mehr nachschauen kann, was man ihr schrieb.

Die Firma nennt er nicht. Und seinen Namen vernuschelt er dermaßen, dass sich ein Versuch, ihn zu „googeln“ überdies auch nicht anbietet.

Er wird wohl für immer ein geheimer Kunde bleiben.

„Backenfutterparty“ im Nochtspeicher

„Zeit für Zorn? – Die Türsteherlesung: Backenfutterparty“
Mittwoch, 02.11.2016, 19 Uhr (Einlass). Im Nochtspeicher, Bernhard-Nocht-Straße 68a, Hamburg-St. Pauli
Tickets: St. Pauli Tourist Office (Wohlwillstraße 1, Hamburg-St. Pauli) und im Gun Club (Hopfenstraße 32, Hamburg-St. Pauli)